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11. Tag Lac des Bouillouses - Etang de Lanoux

Etang de Lanoux von der Portella de la Grava aus gesehen

Etang de Lanoux von der Portella de la Grava aus gesehen

Wir sind relativ früh aufgestanden haben dann aber lange Zeit mit Zelt einpacken gewartet um der Sonne Gelegenheit zu geben die Nassen Planen ein wenig zu trocknen. Je tiefer man campiert umso wärmer ist es zwar aber leider klebt auch umso mehr Tau morgens auf dem Zelt was einen frühen Aufbruch erschwert. Eine kurze aber wunderschöne Wanderung durch ein Tal einen Fluss entlang und über den kleinen Pass Portella de la Grava zum Etang de Lanoux folgt. Es handelt sich hierbei um die Tour du Carlit die eine auf dem GR10 laufende Abweichung vom HRP darstellt der eigentlich am Refuge des Bouillouses linkt zum Puig Carlit abzweigt und dann Etang nicht wie wir am Nordufer sondern am Südufer passiert.
Aufstieg zur Portella de la Grava

Aufstieg zur Portella de la Grava

Es sind viele Tagestouristen unterwegs und wir werden auf unsere nutzlose Solarzelle angesprochen. Nein Cafe könnte man damit auch dann nicht kochen wenn sie Betriebsfähig wäre. Ein wenig Abseits vom Weg und einer kleinen Schutzhütte ein Stück ebenen Boden gesucht und dort Niedergelassen. Es ist hier mit der Aussicht über den See so traumhaft schön das wir beschließen das wandern für heute sein zu lassen und lieber den Rest des Tages am Ufer zu faulenzen. Das Zelt haben wir wegen der Nationalparkregulatorien aber erst am abend aufgebaut was ein Fehler war. Wir bekommen in der brennenden Sonne einen Sonnenbrand. Dem Versuch zu Angeln war kein Erfolg beschieden, die Köder wurden allerdings gerne genommen und der improvisierte Schimmer ging mehrfach unter so daß sich außerdem noch der Haken auf dem Seeboden verfing. Wir stellen fest das wir ein leichtes Trinkwasserproblem haben da es keine Quellen in der Nähe gibt. Außnahmsweise nehmen wir unser Wasser aus einem stehenden Gewässer, dem See, und desinfizieren es mit Micropur Tabletten. Um die Zeit zu füllen waschen wir die Klamotten im See und stellen den dünngeschnittensten gurkensalat der Welt her. Leider ist kein Guinessjuror anwesend. Die zahlreichen Blaubeeren entpuppen sich als gefährliche Kost. Zwischen den echten Blaubeeren wachsen kaum unterscheidbar in Form und Farbe falsche Blaubeeren. Man kann sie am weißen Fruchtfleisch erkennen aber Blaubeeren ist man ja ganz und nicht in Happen. Fotos von der falschen Blaubere gemacht um der Toxikologie etwas vorlegen zu können sollte es zum äußersten kommen.
Zelt am Etang de Lanoux

Zelt am Etang de Lanoux

Es kommt aber nicht zum äußersten, nichtmal eine Magenverstimmung folgt trotz stehendem Trinkwasser und falscher Blaubeeren. Bei einem nahen Felsen liegt viel Müll und ein paar duzend alter Gasflaschen in den Ritzen und Rillen der Landschaft. Wir kochen mit unserem Alufolienwindschutz und packen danach alles wieder Ordnungsgemäß ein. Wunderbar geschlafen trotz anfnglicher Bedenken wegen der Einsamkeit und einem gegen abend aufziehenden Unwetter. Eine Schutzhütte (Sehr rudimentär mit Betonboden) wäre aber in erreichbarer Nähe gewesen falls es tatsächlich ein schweres Gewitter gegeben hätte.

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