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14. Tag Leachenalm bis Lüsener Joch

Die Hirschleitenalm im Morgennebel

Die Hirschleitenalm im Morgennebel

Von Motorgeräuschen geweckt worden. Da es sicher nicht erlaubt ist, hier zu zelten, packen wir unsere Sachen schnell zusammen und brechen auf. Es ist ziemlich neblig, man sieht nicht weit. Die Hirschleitenalm wird von ein paar Kühen umstanden und sieht in all den grauen Schwaden gespenstisch aus. Der Weg ist aufgeweicht, man muss den Matsch großräumig umgehen. An der Abzweigung kurz vor der Ronerhütte verlaufen wir uns um ein Haar. Obwohl die Hütte weniger als 100 Meter von der Abzweigung entfernt steht, haben wir sie nicht gesehen.
Dolomiten

Dolomiten

Weiter über Wiesen und Weiden schließlich entlang eines Weges zu einem Aussichtspunkt, von dem man keinen besonders beeindruckenden Ausblick hat. Am Hang entlang geht es an vielen kleinen Almen vorbei bis zur Kreuzwiesenhütte. Die Wolken lösen sich auf und das Wetter wird schlagartig besser. Ungetrübten Sonnenschein zum Mittagessen. Wir überlegen, eine Karte für die nächsten Etappen zu kaufen, lassen es aber aus Gewichtgründen bleiben und wandern weiter. X. Sehnen geht es gar nicht gut, und so kommen wir bis zum Astjoch nur langsam vorwärts. Bei Nebel wäre es unmöglich gewesen den Weg zu finden. Ab dem Astjoch kann man für ein paar Stunden eine tolle Aussicht Richtung Osten auf Bruneck und den Kronplatz genießen. Das Jakobsstöckl spendet ein wenig Schatten, wir legen wieder eine kurze Rast ein und genießen die Berge rundherum. Ein Stückchen weiter über Almwiesen an der Wieseneralm genehmigen wir uns noch zwei Bierchen und schauen den Kindern der anderen Gäste beim Verprügeln einer Kuh mittels eines Astes zu.
Grosser Waschtag

Grosser Waschtag

Dann weiter. Schwimmen im Glittnersee zwei Schwäne oder haben wir an der letzten Alm zu tief ins Glas geschaut? Abstieg zur Turnaretschhütte. Kurz hinter dem Lüsenerjoch beschließen wir, dass es für heute genug ist und bauen ein Stück unterhalb des Weges unser Zelt auf einer Wiese auf. Leider steht der Zelteingang auf einem Ameisenhaufen, wir müssen umdisponieren und den Eingang auf die andere Seite verlegen. Ein sehr kleiner Bach fließt unweit den Berg hinunter und dient uns zum Wäschewaschen. Dabei geht eine Socke verloren. Wenn man nur vier Paar hat ist das natürlich ein schmerzlicher Verlust, aber dafür gibt es viele Blaubeeren. Zwei Rehe rennen durch den Tann den Berg hinunter und erschrecken X. Wir schlafen gut.

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