Zelten, Zeltplätze, Wasser, Einkaufsmöglichkeiten etc.
Dass dies keine Anleitung zu illegalem Verhalten sein soll, versteht sich von selbst. Wer Strafzettel bekommt kann sich also die Mühe, diese an mich weiterzuleiten, sparen. Die Strafen können empfindlich ausfallen, an einer Hütte warnt ein Schild, dass Campen oder Verlassen des Weges mit einem Monat Gefängnis oder einem größeren vierstelligen Eurobetrag geahndet wird.
Zelten allgemein:
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So wirklich empfehlen kann man zelten also nicht, es macht die Wanderung um einige Grade härter und zu etwas eigentlich völlig anderem als die Tour der Hüttengeher. Auf der positiven Seite hat man jedoch ein zuweilen wirklich intensives Naturerlebnis und ist bei der Etappeneinteilung nicht auf die festen Unterkünfte angewiesen. Man schläft bei frischer Luft und Stille und nicht in den stickigen von Schnarchern bevölkerten Massenlagern der Hütten, in denen ich persönlich fast nie mehr als zwei bis drei Stunden unruhigen Schlaf bekomme.
Zeltplätze und Wasser:
Wir haben unser Trinkwasser wenn keine Quellen erreichbar waren aus Bächen geschöpft. Solange man darauf achtet das nicht gerade eine Kuhweide direkt drüber liegt, ist das nach meinem Dafürhalten vertretbar. Für Grenzfälle hatten wir Micropurtabletten dabei aber gebraucht haben wir sie selten. Hinter den Alpen, in Oberitalien, wird es mit dem öffentlich zugänglichen Trinkwasser schwierig; man muss sich an die Supermärkte halten. Waschwasser ist Stellenweise ein Problem, man muss bereit sein, auch mal ein paar Tage lang ungewaschen herumzulaufen. (Die ersten Tage sind unangenehm nach dem dritten Tag beginnt man, sich wohl zu fühlen in der ungewaschenen Haut). Selbstverständlich darf man kein Duschgel oder Shampoo verwenden. Grundsätzlich gilt: Bevor auf privatem Grund campiert wird muss der Besitzer gefragt werden.
Zwischen München und den Voralpen findet man ausreichend Möglichkeiten ein Zelt aufzustellen, aber die Naturschutzgebiete an der Isar sind zu respektieren. Zum einen wird hier kontrolliert ob sich jemand ins Röhricht geschlagen hat und zum anderen verursacht Zelten dort tatsächlichen Schaden.
Im Karwendel ist Zelten verboten und in den höheren Lagen auch nicht möglich. Auf oder direkt neben Kuhweiden im Talgrund sehe ich allerdings zumindest kein moralisches Problem.
Bis einen Kilometer vor der Lizumer-Hütte kann auf KEINEN Fall gezeltet werden. Warum das so ist sieht man erst Vorort.
Hinter dem Tuxerjoch-Haus ist die Landschaft praktisch eine Baustelle. Wild Zelten ist bedenkenlos möglich, wobei man - solange man freundlich fragt - allerdings auch direkt neben den Hütten campieren darf. Baden kann man in den für die Schneekanonen angelegten künstlichen Seen.
In den Dolomiten kann man nur in den Tälern ein Zelt aufstellen. Auf den Höhen ist es meist zu felsig, und es gibt kaum Wasser.
Auf der Schiara-Umgehung gibt es Zeltplätze fast nur an der tiefsten Stelle und genau dort im Umkreis von mehreren Kilometern kein erreichbares Wasser.
In Norditalien - ab etwa Belluno - ist ausreichend ebene Fläche vorhanden, um ein Zelt aufzustellen, aber die Gegend ist dicht besiedelt und nicht nur Trinkwasser gibt es nur noch in Supermärkten. Auch Wasser zum Waschen ist nicht mehr vorhanden, da Flüsse und Bäche viel zu dreckig sind.
Lebensmittelversorgung:
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