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3. Tag Bad Tölz- Tutzinger Hütte

Gegen Morgen hatte der Regen wieder aufgehört. Aufgestanden, gepackt und losmarschiert in Richtung Arzbach. Auf dem Isarwanderweg läuft es sich leicht. Wir begegnen nur einigen Joggern mit ihren Hunden. Nach etwa einer Stunde durchqueren wir einen kleinen Wald und gelangen über eine Brücke nach Arzbach. Wir suchen nahe der Kirche in der Ortsmitte vergeblich nach dem Supermarkt in dem wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage eindecken wollten. Wir begnügen uns mit dem Dorf-Laden, kaufen Brot, Käse und Schinken, sowie Wurst in der Dose ...sicherheitshalber. Die Leute sind sehr hilfebereit und wir dürfen die sanitären Einrichtungen nutzen bevor wir nach dem Verstauen der Lebensmittel in den Rucksäcken weitergehen. Kurz wundern wir uns über die Sternenmuster an diversen Türen. Schon sind wir wieder aus der Ortschaft heraus und wandern in Richtung ?Schweizerwirt?. Zunächst geht es eben, dann wird es immer steiler am Arzbach entlang bis zum im Führer erwähnten Parkplatz. X kann vor Schmerzen in den Achillessehnen kaum mehr gehen. Wir lassen uns auf einem Brückengeländer nieder und einige Tagesausflügler überholen uns. Die Sehnen ?Knarzen? hörbar. Es geht weiter über diverse beschotterte Forstwege von der höher gelegenen Melchersteffelalm zur Sattelalm. Nach der Tiefentalalm suchen wir hinter einem Findling vor dem kühlenden Wind Schutz und es gibt Schokolade. Der Anstieg zum zum Benediktensattel ist unangenehm. Der Boden des Wegs hoch ist schlammig und erfordert durch Steinstufen große und anstrengende Schritte. Die Aussicht von oben entlohnt kaum für den anstrengenden Aufstieg, lässt aber hoffen da die Tutzinger Hütte in Sicht kommt. Unten an der Hütte angekommen erfahren wir dass wir das Zelt nicht aufstellen dürfen und campieren daraufhin im Lager. Wir trinken ein Bier und essen zu Abend. Im Saal treffen wir aber erfreulicherweise wieder auf die Wandergruppe aus Sachsen und Berlin, über deren Verbleib wir beim Abstieg spekuliert hatten. Wir gehen früh zu Bett und kriechen in die Schlafsäcke. Glücklicherweise sind in unsrem Matratzenlager hauptsächlich Kinder. Die machen zwar eine Menge Lärm beim Einschlafen dafür schnarchen sie aber später nicht, und die Prostata zwingt sie nicht zu ständigem Aufstehen. Geheimtipp für Leute mit leichtem Schlaf auf Hütten: Dort schlafen wo die Kinder liegen.

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