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5. Tag El Burgo Ranero - Leon - Astorga - Rabanal del Camino

Plaza Mayor Leon

Plaza Mayor Leon

Sitze in einer Bar in Massila de las Mullas. Leider keine Tappas, nur Backwaren in der Auslage. Wetter ist schön aber kalt. Auf dem Weg von El Burgo Ranero hierher war es etwas zugig. Schöne weite Landschaft. Endlose Felder. Am Horizont schneebedeckte Berge. Auf den 20km kamen mir nur 3 Autos entgegen. Nachher werde ich durch Leon fahren. Der letzten großen Stadt vor den Bergen. Hoffentlich hält das Wetter, es wär nicht so toll, über die Pässe im Schneegestöber fahren zu müssen. Martin erzählte von einer Herberge in Manjarin, wohl auf einem Berggipfel gelegen. Der Herbergsvater, Thomas, soll der letzte Angehörige eines Ordens sein, womöglich Abspaltung der Templer. Kurz nach 12. Man sitzt angenehm im Schatten vor der Kathedrale von Leon. Soll das schönste Beispiel gotischer Architektur in Spanien sein. Sieht von außen allerdings sehr, sehr neu aus. Wie gestern erst gebaut. Möglicherweise haben es die Spanier da mit dem Restaurieren
Leon, San Marcos

Leon, San Marcos

etwas übertrieben, man riecht fast noch den Mörtel. Schön mit glatten Steinen gepflasterte Altstadt. Weiter Rathausplatz mit eisernen Jugendstillaternen. Strahlend blauer Himmel. Halb 5. Gut in Astorga angekommen. Die Nationalstraße war glühend heiß und viel befahren, Meist schnurgerade. Das Ende der Straße verschwand häufig im Flimmern des Asphalts am Horizont. Schneebedeckte Gipfel in weiter Ferne darüber. Spanien stank heute nach Abgasen und Fäkalien. Ein Kirchturm unterwegs hatte 5! Storchennester. Bin hundemüde aber es sind auch nur noch 20km bergauf und dann ist erst mal Schluss für heute. In der letzten Herberge flog ständig die Sicherung raus d.h wirklich alle 60 Sekunden ging das Licht aus. Beim Versuch sie wieder "rein zu machen" habe ich mir den Finger über einen Zentimeter aufgeschlizt. Genau dort, wo der Handschuh endet. Sehr unangenehm. Lustigerweise pellt sich inzwischen meine Nase. Innerhalb eines Tages aus dem Regen zum Sonnenbrand. Sogar auf dem Handrücken an der Stelle, an der die Handschuhe eine kleine Fläche freilassen ist Sonnenbrand. An den Beinen hingegen keine verbrennungsbedingten Beschwerden.
Herberge in Rabanaldel Camino

Herberge in Rabanaldel Camino

Habe eine schöne Bar in Rablais gefunden und schaue Fußball, Bayern gegen ein mir unbekanntes Spanisches Team (Getafe). Hoffentlich hat meine Herberge nachher noch offen, sonst heißt es die Nacht auf der Straße verbringen. Der Fußballfreund neben mir ist seit über einem Jahr unterwegs und seit fast einer Dekade nicht mehr in Deutschland gewesen. Rentner mit viel Zeit und viel Durst. Der morgige Tag wird hart. 120km und über 1000 Höhenmeter auf Landstraßen und Feldwegen mit einem MTB. Habe Bedenken wegen der Knie. Ohne Übung 700km in der Zeit über Stock und Stein zu radeln, ist doch recht herausfordernd für Knorpel und Sehen. An den Muskelkater habe ich mich inzwischen gewöhnt.

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