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8. Tag Naugkartshang Deals, Lodge in Chakhung

Wir werden heuten zwecks Akklimatisation den Naugkartshang Deals "bewandern" ein 5083 Meter hoher Hügel der zum größten Teil aus Schutt besteht. Nach dem einstündigen Aufstieg auf den Naugkartshang Deals befindet sich direkt hinter uns die gewaltige ... Wand. Bislang unbezwungen trotz vieler Versuche. Die Sicht ins Khumbutal endet irgendwo auf den von unten hochsteigenden Wolken. Wie auf allen einigermaßen erreichbaren Erhebungen ist auch hier alles mit Gebetsflaggen zugehängt. Auf den Flaggen steht ausnahmsweise mal nicht das allgegenwärtige Mantra sondern ein längerer bebilderter Text. Aber die industriell gefertigten und bedruckten Flaggen (eigentlich mehr Wimpel) unterscheiden sich lediglich in der Farbgebung und im Grad deren Ausgeblichenheit. Es gibt Rote, Blaue, Grüne und Gelbe Wimpel.
Naugkartshang Deals Panorama

Naugkartshang Deals Panorama

Drei Amerikaner versuchen ihre Gipfelzigarette zu rauchen und hauen jeden der außer Puste oben ankommt um ein Feuerzeug an. Ich bleibe etwa eine Stunde und mache mich dann an den Abstieg, der deutlich schneller von statten geht als der Aufstieg. Wir wandern weiter nach Chakhung, der letzten Lodge vor dem Talschluss. In den Siedlungen, durch die wir kommen fällt mir etwas zum erstenmal besonders ins Auge, was eigentlich die ganze Zeit schon zu beobachten war. Auf den Dächern der Häuser und auf kleinen Plätzen um die Häuser herum liegen Yakfladen zum trocknen aus, die später dann in den Öfen verfeuert werden. Das ist ein wesentlich umweltfreundlicherer Ansatz als die spärlichen Sträucher und Bäume zum heizen abzuholzen.
Stupa

Stupa

Zur Feier des Tages dusche ich. Das Wasser ist natürlich extrem kalt aber das Ambiente der Dusche entschädigt für die Gänsehaut. Unbehauener Stein, ein Wellblechdach und der Marsch über Kiesel zurück zur Lodge. In unserer Lodge befindet sich außerdem noch der Gutteil einer Koreanischen Everestexpedition auf dem Weg zum Island Peak zwecks Akklimatisation. Wie später im Spiegel steht bezahlen drei der Koreaner ihr Vorhaben knapp zwei Monate später mit dem Leben. Noch sind sie aber am Leben und Filmen. Abends versammeln wir uns zum Kartenspielen im Gastzimmer der Lodge. Jemand hat den Ofen falsch befeuert und der Raum wird von dichten Schwaden Yakdung durchwabert. Wir freuen uns auf Morgen früh und den Aufstieg auf den Chukung Ri, dem wahrscheinlich höchsten Berg auf unserer Tour. Zwei Leute werden von leichter Höhenkrankheit gequält, eine Frau hat immer schwerwiegendere Probleme mit ihrem Magen.

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