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12. Tag Kala Pattar, Lobuche

Das Kopfweh ist vom Vortag ist erfreulicherweise abgeklungen. Ich bin zwar recht müde aber die im Schatten arktischen Temperaturen beheben diesen Mißstand schnell. Mehrere Mitstreiter leider unter leichten Formen der Höhenkrankheit und eine unter massiven Magenbeschwerden. Der Kala Pattar (5545) ist ein Hügelchen auf einem ansteigenden Kamm der auf einer Reliefkarte nur mit Mühe überhaupt als Erhebung auszumachen ist. Obwohl nicht besonders Steil ist der Aufstieg wegen der Höhe anstrengend, dafür ist die Aussicht dann aber auch fantastisch. Everest, Lohtse usw. sind rundherum zu sehen. Das Basislager mit seinen keinen bunten Zeltchen lässt sich mit guten Augen auf dem Gletscher ausmachen. Weit und Breit ist keine Wolke am Himmel. Von Oben sieht man die lange dünne Kette von Leuten die aufsteigen. Wenn man die getönte Brille absetzt sieht man für Minuten praktisch überhaupt nichts mehr, das Licht ist gleißend, die Luft dünn und glasklar und die Schneeflächen hell wie Bühnenscheinwerfer. Mir fallen ein Paar echte Bergsteiger auf die lediglich mit Turnschuhen und einer Trinkflasche am Gürtel hochgejoggt sind und sich auf diese Weise für ihre gewagteren Unternehmungen akklimatisieren. Nach dem Abstieg geht es wieder zurück nach Lobuche Alm (4930). Ich habe kein Kopfweh, offenbar bin ich inzwischen an die Höhe gewöhnt. Schade eigentlich, daß es ab jetzt nur noch bergab geht.

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